Renate Will - Regierungsfraktion FDP weist SPD-Konzept zurück

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Regierungsfraktion FDP weist SPD-Konzept zurück

13.02.2012

München, 13.02.2012 (lp). „Bayerische Schulen sind pädagogisch viel weiter als es die SPD suggeriert“, so kommentierte die bildungspolitische Sprecherin der FDP- Fraktion im Bayerischen Landtag, Renate Will (Baldham), das heute von der SPD vorgestellte pädagogische Grundkonzept für die so genannte Gemeinschaftsschule.

Die Bildungsexpertin nahm zwar wohlwollend zur Kenntnis, dass die SPD nun endlich der FDP-Forderung nachkommt, ein pädagogisches Konzept vorzulegen, aber: „Was nun auf dem Tisch liegt, ist nur ein Sammelsurium an Vorschlägen zu Lehr- und Lernformen, die bereits an allen Schularten selbstverständlich sind. Dass Herr Güll als ehemaliger Lehrer wider besseren Wissens die pädagogische Arbeit vieler Lehrkräfte infrage stellt, zeigt, dass er rein ideologisch denkt. Bereits heute gibt es viele Möglichkeiten an den Schulen in Eigenverantwortung Projekte zu planen und umzusetzen, damit Schüler selbstgesteuert lernen können. Die Umsetzung des liberalen Konzepts der Eigenverantwortlichen Schule wird diese Chancen noch weiter verbessern“, sagte Will.  Die Bildungsexpertin ergänzte: „Würde man – bildlich gesprochen – auf dem vorgelegten Fundament  ein Haus bauen, dann würde ich der Schulfamilie empfehlen dort nicht einzuziehen. Vor der Schule müsste ein Schild aufgestellt werden, auf dem steht: Die SPD haftet für die Bildung unserer Kinder!“, sagte die Abgeordnete.

Will kritisierte insbesondere, dass die SPD in ihrem Konzept erneut nicht nachweisen kann, wie sie eine gute abschlussbezogene Förderung für alle Schüler sicherstellen kann. „Eine Lehrkraft wird es kaum schaffen, auch wenn sie noch so gut ausgebildet und motiviert ist, über Binnendifferenzierung allen Kindern – vom Hochbegabten bis zum Kind mit sonderpädagogischen Förderbedarf – individuell gerecht zu werden. Wir Liberale können unsere Kinder nicht einem solchen Experiment aussetzen“, erläutert die Bildungsexpertin. Zudem zeigte sich die liberale Bildungssprecherin verwundert darüber, dass in der heutigen Pressekonferenz die Umsetzung von der 5. bis zur 10. Jahrgangsstufe gefordert, gleichzeitig aber das Ziel ausgegeben wurde eine Umsetzung von der 1. bis 13. Jahrgangsstufe anzustreben. „Was soll denn nun gelten? Ich habe den Eindruck die SPD versucht hier ihre wahren Absichten zu verschleiern“, äußerte sich Will.  Die Abgeordnete wies auch daraufhin, dass es die FDP nicht akzeptieren könne, wenn die Schülerinnen und Schüler einer Gemeinschaftsschule in ihren schulischen Leistungen gegenüber Schülerinnen und Schülern anderer Schularten benachteiligt sind.

„Wir Liberale wollen Chancengerechtigkeit auch beim Eintritt ins Berufsleben und dem weiteren schulischen Weg. Dafür ist eine qualitätsvolle abschlussbezogene Förderung mit dem Ziel, einen guten Schulabschluss zu machen, die wichtigste Basis“, so Will abschließend.